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Großer Auftakt zur Social Economy in Mannheim

Unternehmen, die sich sozial engagieren und nachhaltig wirtschaften, Existenzgründer, deren Ziel das Gemeinwohl ist, die traditionellen Wohlfahrtsverbände mit ihren sozialen Aktivitäten, die neue Ökonomie des Teilens von Waren und Dienstleistungen – all das gehört zu dem Begriff „Social Economy“. Dies war das zentrale Thema der Auftaktveranstaltung, die in der vergangenen Woche im Atlantis Kino in Mannheim stattfand und durch den Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt Mannheim organisiert wurde. Anlässlich der Aufnahme der Stadt Mannheim in die Initiative der European Social Economy Regions (ESER) der EU-Kommission, der europaweit 43 Städte und in Deutschland neben Mannheim, Berlin, München, Düsseldorf und der Landkreis Vilstal in Bayern angehören, wurden die Mannheimer Social Economy-Akteure in Interviews sowie die Social Economy Roadmap 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt.

So präsentierten das Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim und das Centrum für soziale Investitionen und Innovationen der Universität Heidelberg die neue Reihe Social Economy Forum. Die Liga der Wohlfahrtspflege in Mannheim repräsentierte mit über 8.000 Beschäftigten die Säule der Sozialwirtschaft mit ihren Mitgliedsverbänden Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt, Deutsches Rotes Kreuz, Paritätischer Wohlfahrtsverband und der jüdischen Gemeinde. Der Fachbereich für Arbeit und Soziales ist bei der Stadt der Partner der Wohlfahrtsverbände und stellte innovative Projekte zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, der Integration von Menschen mit Behinderung sowie der ambulanten Pflege vor. Der Verband der Social Entrepreneure Baden-Württembergs – SocEnt BW stellte die Reihe Social Innovation Bar und den Sozialmotor zur Unterstützung von sozialen Gründungen vor und präsentierte gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Corporate Social Responsibility der Universität Mannheim und der SAP AG das Projekt „Digital Social Innovation Lab“, wo es um soziale Innovationen durch Digitalisierung geht. Der Starkmacher e.V. und die DHBW Mannheim stellten den neuen S-HUB Accelerator vor, der Gründungsinteressierte im Bereich der Sozialwirtschaft gezielt auf die Gründung vorbereitet. Der Verein Business & Bildung präsentierte den „Young Business Wettbewerb“, der Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung von sozialen Gründungsideen unterstützt und in einen Wettbewerb mit Prämierung der besten Konzepte führt. Schließlich betonte das Fair Finance Institut die Notwendigkeit einer sozialeren Ausrichtung der Finanzwelt und bietet hierzu mit der Veranstaltung „Future of Fair Finance“ eine Möglichkeit zum Austausch und zur Diskussion. In der Roadmap sind alle geplanten Veranstaltungen der Social Economy, die in den kommenden Monaten in Mannheim stattfinden, aufgeführt. Diese Veranstaltungen sollen die Wahrnehmbarkeit des Themas Social Economy stärken und auf den European Social Economy Summit 2020 in Mannheim mit rund 2.000 Teilnehmenden hinführen. „Das Ziel ist der European Social Economy Summit 2020 – die Roadmap ist der Weg, um dieses Riesenereignis, das in Mannheim stattfinden kann, zu erreichen“ fasste Christiane Ram, Leiterin der Mannheimer Wirtschaftsförderung zusammen.

Bereits vor der Auftaktveranstaltung trafen sich Dr. Ulla Engelmann, Abteilungsleiterin „Advanced Technologies, Clusters and Social Economy“ in der DG GROW der EU Kommission, mit dem Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Dr. Peter Kurz, dem Bürgermeister für Wirtschaft, Arbeit, Soziales und Kultur der Stadt Mannheim, Michael Grötsch, und der Leiterin des Fachbereichs für Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt Mannheim, Christiane Ram, um über die gemeinsamen Social Economy-Aktivitäten zu sprechen. Dr. Engelmann stellte die Bedeutung von Social Economy für die heutige Gesellschaft heraus, bei der es zunehmend um die Forderung von sozialer Gerechtigkeit gehe. Social Economy stehe dabei „für Unternehmen, die nachhaltig arbeiten und nicht ausschließlich auf die eigene Gewinnmaximierung abzielen, sich für das Gemeinwohl engagieren und Teile ihres Gewinns in gemeinnützige Projekte investieren“, so Dr. Engelmann. Dr. Kurz informierte sich bei der Vertreterin der Europäischen Kommission über die aktuellen Entwicklungen rund um das Thema Social Economy und sagte zu, die „lokalen Akteure in das Social Economy-Netzwerk einzubinden, um eine Brücke zwischen der Stadt Mannheim und der EU zu schlagen“, so der Oberbürgermeister. Bürgermeister Michael Grötsch ergänzte, „ich freue mich sehr, dass Mannheim dem European Social Economy Summit 2020 eine Plattform bieten kann, gewinnt doch die Sozialwirtschaft insgesamt an Bedeutung in unserer Stadt“.

In den nächsten Tagen werden hier nacheinander die Links zu den Partnerinstitutionen ergänzt sowie die Veranstaltungslinks der Events auf der Roadmap gesetzt.

Social Economy Road Map 2019
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